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WSIS und Entwicklungspolitik |
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Neue Broschüre von "Dritte Welt Information" in Zusammenarbeit mit der HBS |
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20. Oktober 2005. Die Zeitschrift "Entwicklungspolitik" hat eine lesenswerte Hintergrundbroschüre zum WSIS in ihrer Reihe "Dritte Welt Information" erstellt. Die WSIS-Koordinatorin der Heinrich Böll Stiftung, Olga Drossou, hat den Text verfasst und geht ausführlich auf die entwicklungspolitischen Aspekte der Informationsgesellschaft ein. Dabei wird auch deutlich, dass es um viel mehr geht als nur die Frage, wer Internet-Backbones in der 3. Welt finanzieren soll.
Die Fragen, die in der Broschüre angesprochen werden, lauten unter anderem: Wie kann Informationstechnologie für „Entwicklung“ genutzt werden? Welche Strategien und Steuerungsmechanismen sind geeignet, um beim Übergang vom Industrie- in das Informationszeitalter die Disparitäten zwischen armen und reichen Ländern abzubauen und die globalisierte Welt nachhaltiger zu gestalten? Welche Voraussetzungen müssen gelten, damit alle Menschen Zugang zu Bildung, Wissen und zu den Informationen erhalten, die sie benötigen, um ihre Lebensqualität zu verbessern? Und schließlich: Welche Werte und Normen sollen die Grundlage einer globalen Vision „Informationsgesellschaft“ bilden? Olga Drossou zeichnet ie Verhandlungen in den beiden Phasen des Weltgipfels nach und analysiert unter anderem auch, welches die entwicklungspolitischen Aspekte von Regelungen zu Internet Governance oder zum "geistigen Eigentum" sind. Besonders letzteres wird eine zentrale Frage für die Entwicklungsmöglichkeiten des Südens in der globalen Informationsgesellschaft sein. Die Broschüre trägt auch daher den Untertitel "Entwicklung durch offenen Zugang zu Wissen".
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