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Erklärung der Grünen Jugend zum WSIS |
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Freies Wissen und Chancengleichheit für Alle! |
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Vom 10.-12.12.2003 wird in Genf der erste World Summit on the Information
Society (WSIS) stattfinden. Die Grüne Jugend fordert die Bundesregierung
auf, sich für einen Erfolg des World Summit on the Information Society
einzusetzen und aktiv an der Lösung der Nord/Süd - Problematik
mitzuwirken.
Volle Chancengleichheit für Frauen in der Informationsgesellschaft!
Der benachteiligten Position von Frauen weltweit wird beim WSIS-Prozess
nur am Rande Rechnung getragen. Es sind keine Lösungsansätze zur
Beseitigung ihrer schlechteren Chancen in Bezug auf (Aus-) Bildung,
berufliche Entfaltung und gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten
sichtbar.
Die GRÜNE JUGEND fordert die Bundesregierung auf, sich aktiv dafür
einzusetzen, dass in der Abschlusserklärung zum WSIS durchgängig der
Geschlechterproblematik Rechnung getragen wird. Es müssen klare
Richtlinien formuliert werden, wie Frauen weltweit alle Bereichen der
Informationsgesellschaft mitgestalten können. Außerdem muß festgeschrieben
werden, wie in Zukunft kontinuierlich überprüft werden soll, ob und welche
Entwicklungen in Richtung einer gleichberechtigten Mitwirkung von Frauen
und Männern zu verzeichnen sind.
Freie Software und Freies Wissen für die Überwindung der digitalen Spaltung!
Durch Freie Software haben Entwickler in anderen Kulturräumen die
Freiheit, Programme an ihre Sprache und Gegebenheiten anzupassen, um sie
dann kommerziell oder nichtkommerziell weiterzugeben. Bei proprietärer
Software ist dies generell verboten und von der Gnade des Herstellers
abhängig. Freie Software bietet hier andere Möglichkeiten und essentielle
Chancen, insbesondere für Entwicklungsländer. Diese werden durch die
gewonnene Freiheit in die Lage versetzt werden, ihre Gesellschaft und
Wirtschaft nachhaltig aufzubauen.
Die GRÜNE JUGEND fordert die Bundesregierung auf, sich aktiv dafür
einzusetzen, dass in der Abschlusserklärung zum WSIS Freie Software fester
Bestandteil ist.
Die GRÜNE JUGEND fordert die Bundesregierung auf, sich auf internationaler
Ebene für eine ausgewogenen Balance zwischen den Interessen der Autoren
und Erfinder auf der einen Seite und dem öffentlichen Interesse an freiem
Zugang zu Wissen auf der anderen Seite einzusetzen. Dies ist ein
wichtiger Punkt bei der Überwindung der digitalen Kluft. Neben
finanziellen Mitteln für den Aufbau ihrer Infrastrukturen brauchen die
Ärmsten der Welt auch einen freien Zugang zu dem gesamten Wissen der
Menschheit.
Beschluss der Mitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND in Leipzig, 5.10.2003 |
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